East Side Gallery bald mit breitem Gehweg und Schutzgeländer

Schon seit längerm fordert die Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. unter ihrem Vorsitzenden Kani Alavi eine Verbreiterung des Gehwegs entlang der weltberühmten Open-Air-Galerie sowie bauliche Veränderungen zum Schutz der Gemälde. Wie diese genau aussehen würden war bisher unklar.

Nach Auskunft von Florian Schmidt (Bündnis 90 | Die Grünen), dem neuen Bezirksbaustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, haben sich Senat und Bezirk darauf verständigt, den Gehweg entlang der East Side Gallery auf durchschnittlich sechs Meter zu verbreitern. Dafür entfällt der Parkstreifen entlang der East Side Gallery. Den heutigen Bordsteinverlauf wird künftig ein Mosaikstreifen beziehungsweise eine Entwässerungsmulde dokumentieren. Hingegen bleibt der vorhandene Fahrradstreifen erhalten.

Auch sind vor und hinter der Galerie jeweils ein Schutzgeländer vorgesehen.

Die Arbeiten werden voraussichtlich zwischen Mitte Juni 2018 und Ende April 2019 durchgeführt.

Bezirksbaustadtrat Schmidt antwortete auf eine mündliche Anfrage von Werner Heck (Bündnis 90 | Die Grünen) in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg vom 8. Februar 2017. Heck ist Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Bildung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

 

Download:

Originalanwort von Bezirksbaustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90 | Die Grünen),

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East Side Gallery vs. Einheitswippe

Okay, vielleicht brauchen wir ein Einheitsdenkmal. Vielleicht taugt auch eine Wippe. Zumindest wäre diese ein stiller Appell, die Dinge zwischen Ost und West ins Lot zu bringen und auch dort zu halten.

Wenn es aber, wie kürzlich bei der Wahl des Bundespräsidenten geschehen, eines Machtworts von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) bedarf, um die Einheitswippe als Einheitsdenkmal durchzusetzen, zeugt dies von berechtigten Zweifeln an der Symbolkraft des geplanten Denkmals.

Es stellt sich die Frage, ob die geplante begehbare Schale unter dem schicken Motto „Bürger in Bewegung“ wirklich ein Einheits- und Freiheitsdenkmal darstellt, das die „Leistung der Ostdeutschen bei der friedlichen Revolution“ hinreichend zu würdigen vermag.

Haben sich die Menschen vielleicht bereits ihr eigenes Freiheitsdenkmal gewählt?

Jährlich „pilgern“ bis zu 5 Millionen Menschen an die East Side Gallery, weil sie den stillen Ruf des Jahres 1989 nach Frieden, Freiheit und Demokratie in sich zu bergen scheint. Wie sonst lassen sich die spontanen wie massiven internationalen Proteste des Jahres 2013 erklären, als der Berliner Senat zugunsten zweier Luxusbauprojekte Hand an die weltberühmte Galerie legte? Wie sonst ist es zu erklären, wenn Berlinerinnen und Berliner inzwischen für ein „UNESCO-Weltkulturerbe East Side Gallery“  sowie für ein „Lebendiges Denkmal an die Freude – East Side Gallery“ werben? Was sich genau hinter der Idee eines „Lebendigen Denkmals an die Freude“ verbirgt, hat Reto Thumiger (pressenza.com) die Initiatoren in einem lesenswerten Interview gefragt.

#EastSideGallery
#Einheitsdenkmal
#Freiheitsdenkmal
#Einheitswippe
#Wippe

Bildquelle: Wikimedia Commons,
Milla&Partner, eigene Arbeit, CC BY-SA 3.0

Programmhinweis: MEGAspree on Air

5. Mai 2015, 20 bis 21 Uhr, 88vier – Studio Ansage

Denkanstoß für das Konzept eines LEBENDIGEN DENKMALs East-Side-Gallery

  • Diese 60 Minuten haben wir der Zukunft & Weiterentwicklung, dem Erhalt & Perspektiven der EAST-SIDE-GALLERY (ESG) gewidmet.
  • Eine Gesprächsrunde mit den verschiedenen Aktivisten zur Rettung der ESG! *Im Gespräch sind Günther Schaefer (Künstler der ESG), Franziska Bosse (u.a. Architektin & RAW Kulturensemble erhalten!), der Doku-Filmer Dirk Szuszies (Berlin EAST-SIDE-GALLERY) und Jordí Perez sowie Johannes Riedner (Vertreter des Bündnis ESG retten!)!
  • Ein Denkanstoß für das Konzept eines LEBENDIGES DENKMALs East-Side-Gallery ist unsere Gesprächsgrundlage.
  • Ziel ist gemeinsam mit Allen die Schnittmengen der Wünsche, Befürchtungen & Ideen zu entdecken, um am Ende eine Zukunft weisende Planung anzuschieben.
  • Nehmt an dieser Runde als Hörer teil & macht euch stark für den Erhalt der EAST-SIDE-GALLERY!

Link zur Radiosendung vom 21.4. bzw. 5.5.2015 (Wiederholung)
Link zum Programm der Sendung
Link zum Denkanstoß für das Konzept eines lebendigen Denkmals East Side Gallery

An Politik und Senat: Wir lassen uns die East Side Gallery nicht wegnehmen!

Die East Side Gallery ist ein Denkmal von unten – ein Symbol der Freude über die von den Bürgerinnen und Bürgern 1989 friedlich erkämpfte Freiheit. Dieses Denkmal lassen wir uns nicht wegnehmen. Niemals! Dafür streiten wir.

Heute zeigt der „Wowereit-Kompromiss“ sein wahres Gesicht:

Gegenüber der Öffentlichkeit gab der Senat vor, am „Runden Tisch“ zum Wohle der East Side Gallery zu verhandeln. Tatsächlich führte er mit Spekulanten Geheimverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Fakt ist, die Bürgerinnen und Bürger wurden niemals zu irgendwelchen Gesprächen eingeladen oder auch nur im Vorfeld angehört.

Ist es dann ein Wunder, dass sich die Politik aller Orten über eine zunehmende Politikverdrossenheit im Lande wundern muss?

An die Politik im Land: Fangt endlich an, die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen! Wir leben in einer Demokratie und wir Bürgerinnen und Bürger wollen, dass es so bleibt. Mit großer Sorge nehmen wir die schleichende Wandlung unserer Demokratie in eine (Spekulaten-) Ochlokratie zur Kenntnis.

Die East Side Gallery ist ein Symbol für die 1989 von Bürgerinnen und Bürgern friedlich erkämpfte Freiheit. Dieses Denkmal lassen wir uns nicht wegnehmen. Auch die Schändung des Denkmals ist ein Frevel – insbesondere, wenn sie durch einen STASI-Spekulanten geschieht!

  • Alle Lücken an der East Side Gallery sind zu schließen!
  • Der STASI-Siegesturm „Living-Levels“ muss weg !
  • Keine Autobrücken im Bereich der East Side Gallery !

Denkanstoß für das Konzept eines „lebendigen“ Denkmals East Side Gallery vorgelegt

Grafik: Doro Tops

Grafik: Doro Tops

Die East Side Gallery ist ein Denkmal von unten – ein Symbol der Freude über die von den Bürgerinnen und Bürgern 1989 friedlich erkämpfte Freiheit. „Dieses Symbol dürfen wir uns von niemanden wegnehmen lassen“, meinen die Autoren des Denkanstoßes. Sie schlagen vor, die East Side Gallery zu einem „lebendigen Denkmal“ umzugestalten, damit auch künftige Generationen den freiheitlichen Geist des Jahres 1989 und die ihm immanente Kraft erfahren können. Gerade in der heutigen, zunehmend orientierungslosen Zeit, ginge von einem „lebendigen Denkmal“ East Side Gallery ein wichtiges, positives Signal aus. Aktuell reifende „offizielle“ Konzepte zur Zukunft des Denkmals East Side Gallery griffen zu kurz.

Link: Denkanstoß für das Konzept eines „lebendigen Denkmals“ East Side Gallery

Das Hotel an der East Side Gallery soll kommen !

Wie das Bündnis „East Side Gallery retten!“ aus gut informierten Kreisen der Senatskanzei erfahren hat, kommt der 120 Meter lange und nunmehr 9 Stockwerke (vor dem Wowereit-Kompromiss: 7 Stockwerke) hohe Hotelkomplex „Waterfront Living“ des Investors Alon Mekel „auf jeden Fall“.

Erneuter Rechtsbruch durch den Senat.

Dies bedeutet eine erneute Missachtung des denkmalschutzrechtlichen Genehmigungsverbots des §10 Denkmalschutzgesetz Berlin durch den Berliner Senat. Bereits im September 2013 hatte das Bündnis „East Side Gallery retten!“ mit einer kritischen Analyse nachgewiesen, dass eine „Verbauung“ des freien Blicks in den „Geteilten Himmel“ über der East Side Gallery derart in den Wirkraum des Denkmals „East Side Gallery“ eingreift, dass sämtliche Bauvorhaben auf dem ehemaligen Todesstreifen eigentlich nicht genehmigungsfähig und daher nach Berliner Denkmalschutzrecht verboten sind.

Was tut der Bezirk?

Aus gut informierten Kreisen der Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg verlautete, dass der Berliner Senat inzwischen die gesamte Entscheidungskompetenz an sich gezogen habe. Bislang hatte sich der Bezirk geweigert, dem Investor eine über Bezirksgrund zu führende Feuerwehrzufahrt zu gestatten. Im Ergebnis scheiterte eine Baugenehmigung für das Hotel daher an einer entsprechenden Zustimmung des Bezirks, die aus Brandschutzgründen erforderliche Feuerwehrzufahrt über Bezirksgrund zu führen. Diese fehlende Zustimmung wird nunmehr durch den Senat ersetzt – der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg de facto enteignet.

Welche Gemälde kommen weg?

Wie verlautete, geht die Senatsverwaltung nach wie vor davon aus, dass es lediglich zu einer weiteren Öffnung der East Side Gallery auf etwa 6 Metern zwischen den beiden Bauprojekten „Living Levels“ (Luxuswohnturm) und „Waterfront Living“ (Hotel) kommen wird – also ein bis zwei Kunstwerke betroffen sein werden. Eine vom Bündnis „East Side Gallery retten!“ eingeforderte offizielle Stellungnahme der Oberen Denkmalschutzbehörde steht inzwischen seid drei Monaten aus. Es bleibt zu hoffen, dass eine ebenfalls vom Bündnis angeregte Anfrage im Abgeordnetenhaus über die Fraktion der  GRÜNEN  baldige Klärung bringt.

Einschätzung des Bündnisses „East Side Gallery retten!“

Das Bündnis „East Side Gallery retten!“ steht entgegen diesen Verlautbarungen weiterhin zu den Ergebnissen seiner Recherche, dass die East Side Gallery an zwei weiteren Stellen eingerissen wird und bis zu 9 Kunstwerke betroffen sein werden. Diese Befürchtungen sind im aktuellen Flyer nachzulesen.

Das Denkmal East Side Gallery

Die East Side Gallery ist in der Denkmalliste Berlin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unter der Objektnummer 09040271 als Denkmal eingetragen. Dort heißt es:

„Hinterlandsicherungsmauer“ aus Elementen der „Grenzmauer 75“ East Side Gallery

„Unübersehbar ist der 1,3 km lange, mit 106 Bildern ausgestattete Mauerrest entlang der Spree. Die farbenfrohe und motivreiche East Side Gallery in der Mühlenstraße 45-80 gilt als bedeutendes Dokument der Zeitgeschichte.  Im Januar 1990 entdeckten 118 Künstler aus 21 Ländern diesen Abschnitt der zu DDR-Zeiten bewachten und daher – im Gegensatz zur Westberliner Seite – vollständig unbemalten bzw. unkommentierten Berliner Mauer als Malgrund. Sie gestalteten auf den Betonsegmenten die größte Open-Air-Galerie der Welt und schufen mit ihren individuellen Botschaften und Kommentaren ein Dokument dafür, daß Freiheit und Kreativität letztlich stärker sind als Zwangsmaßnahmen und Gewalt. Die East-Side-Gallery ist nicht nur sichtbares Resultat der Maueröffnung im November 1989. Infolge des inzwischen nahezu vollständigen Abrisses der Berliner Mauer zählt sie auch zu den wenigen Relikten der Grenzanlagen, die die fast dreißig Jahre währende Teilung der Stadt noch an ihrem ursprünglichen Standort wahrnehmbar machen.“

Literatur (bedeutendes Dokument der Zeitgeschichte) :

  • MacLean/ Mauerkatalog – East Side Gallery
  • Ritter, Jürgen/Lapp, Peter Joachim/ Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk, Berlin 1998
  • Ritter, Jürgen/Lapp, Peter Joachim/ Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk, Berlin 1998
  • Friedrich, Thomas/Hampel, Harry/ Wo die Mauer war, Berlin 1997
  • Camphausen, Gabriele u.a./ Eine Stadt wächst zusammen. 10 Jahre Deutsche Einheit/ Was aus der Berliner Mauer wurde. Berlin 1999
  • Cramer, Johannes/u.a. (Hg.)/ Forschungsprojekt des Fachgebietes Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Berlin zur Berliner Mauer
    www.baugeschichte. a.tu-berlin.de/bg/ forschung/projekte/20jahrhundert/berlin_mauer.htm
  • Feversham, Polly/Schmidt, Leo/ Die Berliner Mauer heute. Denkmalwert und Umgang/The Berlin Wall Today. Cultural Significance and Conservation Issues. Berlin 1999
  • Flemming, Thomas/Koch, Hagen/ Die Berliner Mauer. Geschichte eines politischen Bauwerks. Berlin 1999
  • Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Hg.)/ Berliner Mauerstreifzüge. Auf politisch-historischen Spuren entlang des ehemaligen Grenzstreifens. Berlin 2003
  • Friedrich, Thomas/Hampel, Harry/ Wo die Mauer war. Berlin 1997 (1996)
  • Hammer, Manfred u.a. (Hg.)/ Das Mauerbuch. Texte und Bilder aus Deutschland von 1945 bis heute. Berlin 1981
  • Haupt, Michael/ Die Berliner Mauer. Vorgeschichte, Bau, Folgen. Literaturbericht und Bibliographie zum 20. Jahrestag des 13. August 1961. München 1981
  • Hertle, Hans-Hermann u.a./ Mauerbau und Mauerfall. Ursachen – Verlauf – Auswirkungen. Berlin 2002
  • Höynck, Rainer/ Was war was blieb was ist. Berliner Grenzübergänge fünf Jahre danach=
    Architektenkammer Berlin (Hg.)/ Architektur in Berlin. Jahrbuch 1995. Berlin 1995. S. 140-143
  • Jodock/ Die Mauer entlang. Auf den Spuren der verschwundenen Grenze. Berlin 1996
  • Klausmeier, Axel/Schmidt, Leo/ Mauerreste – Mauerspuren. Berlin/Bonn 2004
  • Lapp, Peter Joachim/Ritter, Jürgen/ Die Grenze – Ein deutsches Bauwerk. Berlin 1997
  • Landesdenkmalamt Berlin (Hg.)/ Internetseiten zur Berliner Mauer (2005)
www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/d e/berliner_mauer/index.shtml
  • Petschull, Jürgen/ Die Mauer. August 1961 bis November 1989. Vom Anfang und Ende eines deutschen Bauwerks. Hamburg 1989
  • Schmidt, Leo/Preuschen, Henriette von/ On Both Sides of the Wall. Preserving Monuments and Sites of the Cold War Era. Auf beiden Seiten der Mauer. Denkmalpflege an Objekten aus der Zeit des Kalten Krieges. Bad Münstereifel 2005
  • Schultke, Dietmar/ „Keiner kommt durch“. Die Geschichte der innerdeutschen Grenze 1945-1990. Berlin 1999
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin/Landesdenkmalamt Berlin/Lehrstuhl für Denkmalpflege der BTU Cottbus/ Dokumentation der Reste und Spuren der Berliner Mauer. Berlin 2001-2003. (Unveröffentlichte Mappen)
  • Wolfrum, Edgar/ Die Mauer. In/ François, Etienne/Schulze, Hagen (Hg.)/ Deutsche Erinnerungsorte. Eine Auswahl (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 475). Bonn 2005. S. 385-401

Link zur Denkmalliste Berlin

25 Jahre Mauerfall: Heute feiern, morgen abreißen. East Side Gallery retten!

Am 9. November 2014 feiern wir 25 Jahre Mauerfall. Gleichwohl wächst die Gefahr, dass die East Side Gallery — das Denkmal der Freude über den Mauerfall — nun doch an drei weiteren Stellen abgerissen wird:

Noch  im  März  2013  überraschten  nach  massiven  Protesten  sowie  einem  breiten  internationalen Medienecho der scheidende Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und der Berliner Senat mit einem „Kompromiss“. Danach sollte ein gemeinsamer Durchbruch der East Side Gallery in Höhe des geplanten Hotelneubaus auch die Zufahrt zum Luxuswohnturm „Living Levels“ ermöglichen. Als Ausgleich räumte der Senat dem Hotel-Investor das Recht ein, zwei Stockwerke höher zu bauen.

Recherchen des Bündnisses „East Side Gallery retten!“ zeichnen jetzt ein anderes Bild: Danach erfordern der Brandschutz sowie das an den beiden Bauprojekten zu erwartende Verkehrsaufkommen einen weiteren Abriss der East Side Gallery an drei Stellen (Verbreiterung der Durchbrüche links und rechts des Luxuswohnturm sowie ein neuer Durchbruch im vorderen Bereich des Hotelneubaus).

Daher fordert das Bündnis ‚East Side Gallery retten!‘ vom Berliner Senat sowie vom designierten Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD):

1. Keinen weiteren Abriss der East Side Gallery!
2. Keine weitere Bebauung des Todesstreifens mit Hotels etc.!
3. Entschädigung des Investors Alon Mekel!
(mit einem Ersatzgrundstück)

Roger Waters unterstützt den East Side Gallery Protest

 

Roger Waters

ROGER WATERS – Sänger, Bassist, Komponist und Texter sowie ehemaliger Frontmann der britischen Rockgruppe Pink Floyd, die er mitbegründete.

 

Am 21. Juli 1990 organisierte Waters anlässlich des Mauerfalls eine spektakuläre Inszenierung von „The Wall“ auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Zahlreiche international bekannte Künstler, darunter Van Morrison, Bryan Adams, Joni Mitchell, Sinéad O’Connor, Cyndi Lauper, die Scorpions und Tim Curry wirkten an dem von 250,000 Zuschauern besuchten Open-Air mit.

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Zur gleichen Zeit malte der amerikanische Künstler Lance Keller das Coverbild The Wall an jenes Stück der Berliner Mauer, die zur East Side Gallery wurde. Nun soll genau dieses Bild abgerissen werden.

Die East Side Gallery ist heute das größte noch bestehende Denkmal der Wiedervereinigung Deutschlands und ein Symbol für ein menschenverachtendes Regime und dessen friedliche Überwindung durch die Bürger des damaligen Ostens und somit die Beendigung des kalten Krieges!

Genehmigung des Luxuswohnturms „Living Levels“ verstößt gegen Berliner Denkmalschutz

Das Bauvorhaben „Living Levels“ des umstrittenen Investors Maik Uwe Hinkel ist nach dem Berliner Denkmalschutzgesetz eigentlich verboten. Aufgrund eines absoluten Genehmigungsverbotes, das in § 10 des Berliner Denkmalschutzgesetzes (DSchG Bln) festgeschrieben ist, hätten die Behörden das Bauvorhaben nicht genehmigen dürfen. Zu diesem Ergebnis kommt eine kritische Analyse des Bündnisses „East Side Gallery retten!“.

Aus der kritischen Analyse folgt, dass sich die Bezirksverwaltung Friedrichshain-Kreuzberg sowie die Senatsverwaltung im Fall der East Side Gallery von Anfang an über geltendes Denkmalschutzrecht hinweggesetzt haben. So hätten weder der zugrunde liegende Bebauungsplan entlang der East Side Gallery eine Bebauung vorsehen noch die Genehmigung zum Bau des Luxuswohnturms erteilt werden dürfen.

PDF: Kritische Analyse der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung des Bauvorhabens „Living Levels“ vom 30.08.2013